Mammutknochen,
Steinbeile und Hügelgräber
"Bis weit in die Steinzeit zurück gibt es aus unserem Raum Zeugnisse
von Menschen. Nur wenige Orte weit und breit können eine derartige Vielzahle
verschiedener Kulturnachweise aus der Vorzeit nachweisen wie Benthe."
In die der Steinzeit folgende "... Epoche, die ältere Bronzezeit, dürfte
aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes das Hügelgräberfeld
auf dem Benther Berge einzuordnen sein." (Quelle
2, S. 58 f.)
"Benthe" bedeutet "Siedlung
bei einer Gerichtsstätte"
"Benthe, im alten Marstemgau gelegen und zum Go Gehrden gehörend, ist
ein Gerichtsort der Go-Verfassung wie Goltern gewesen. Der urkundlich zuerst
auftauchende Name „Bennethe" wird gedeutet nach the = Thie, Versammlungs-
oder Gerichtsplatz und benne = bau, Bann, Buße, also Siedlung bei einem
Platz, wo Bußen auferlegt wurden, kurz: „Siedlung bei einer Gerichtsstätte".
Dadurch fällt dem Ortsnamen größere Bedeutung zu.
Die Gerichtsstätte bei Benthe ist noch 1359 bezeugt. Sie gibt der Sage
von den Sieben Trappen den geschichtlichen
Hintergrund.
Erste schrifltiche
Zeugnisse von Benthe
Urkundlich ist Benthe erst kurz nach Heinrich des Löwen Sturz ins Blickfeld
der Geschichte getreten (1183). Das aus der Go-Gerichtsverfassung begründete
Dorfgericht in Benthe hat schon seit 1420 den Welfen-Herzögen gehört,
mit Ausnahme allerdings der drei Meierhöfe, die den Wunstorfer Grafen
gehörten. Diese kamen erst über Umwege in welfische Oberhoheit. Der
Herzog verlehnte die zahlreichen Dorfgerichte im Go Gehrden nicht einzeln,
sondern ließ sie durch einen Beamten, den Richter Heneke Grymeselle verwalten,
der in Benthe über 40 Jahre im Namen der Herzöge die Gerichtsbarkeit
ausübte.
Nicht der Ort hieß nach
einem Adelsgeschlecht, sondern besagte Familie nahm den Namen
des Ortes an.
Das nach dem Orte sich nennende Adelsgeschlecht von Benthe unterstreicht das
höhere Alter des Dorfes, als es Urkunden bezeugen, denn die Familiennamen
wurden Anfang des 12. Jahrhunderts angenommen. Es lässt sich auch annehmen,
dass es hier den Haupthof besaß, den es aber früh verloren haben
muß. Wahrscheinlich wurde er der Kirche verschrieben, und sein Land ist
in den drei Meierhöfen wiederzuerkennen, das von der Wunstorfer Äbtissin
vermeiert worden ist.
In Devese gehörte 1585 der damals von Hans Nische bewirtschaftete Hof
den von Benthe, die den Hofzins einzogen.
Es mag sich um den Letzten des Geschlechts gehandelt haben, dessen Grabstein
am Turm der Kreuzkirche für Burghardt von Benthe und seine beiden Frauen
Elisabeth und Ilse Herbst geschaffen ist, der 1585 geboren, 1642 gestorben
ist, da wir keine weitere Kunde von diesem Geschlecht haben, das uns im Familienwappen
das Einhorn bestätigte.
Die Bevölkerung
Benthes um 1585 ...
In der Calenberger Musterungsrolle für 1585 finden wir außer sechs
Meierleuten auch drei Halbspänner, 19 Kötner und zwölf Häuslinge,
Lahme, Witwen und den Kuhhirten, auch den Diener der von Lenthe und Hans Beerborn,
der auf dem Kriegszuge war, insgesamt 41 Namen. Von diesen ist nur die Blutlinie
des Meiers Cord Schmedes bis heute fortgesetzt.
... und am Ende
des 20. Jahrhunderts
Die Großstadtnähe hat es bewirken können, dass heute [1985],
nur noch sieben bäuerliche Betriebe bestehen, davon zwei mit mehr als
100 Morgen Besitz. Im übrigen sind die Besitzer der kleinen Höfestellen
vielfach zu den Gewerbetreibenden übergegangen, von denen es 39 in der
Gemeinde gibt, die gegenwärtig 1812 Einwohner gegenüber 925 im Jahre
1939 zählt.
Was das Benther
Wappen symbolisiert
Die „Sieben Trappen" und die bereits im Ortsnamen bezeugte frühe
Gerichtsstätte, aber auch das erloschene Adelsgeschlecht, das sich nach
dem Ort nannte, boten die Grundlage für den Wappenentwurf. Das Wappen,
in den jetzigen Landesfarben ausgeführt, ehrt im oberen Teil das erloschene
Adelsgeschlecht und symbolisiert unten die Gerichtsstätte mit der Sage
von den „Sieben Trappen"." (Quelle
3)
Das Bergwerksunglück
Am 24. Juli 1975 war auch Benthe vom Ronnenberger Bergwerksunglück betroffen.
Der "Schacht Albert" füllte sich mit Wasser und Teile von Ronnenberg,
Empelde und Benthe drohten im Erdboden zu versinken.
Benthe wird Stadtteil
Ronnenbergs
Am 12. Dezember 1975 verlieh der Niedersächsische Innenminister dieser "Großgemeinde
Ronnenberg" die Bezeichnung "Stadt". Seit dieser Zeit ist Benthe
ein Stadtteil Ronnenbergs.
Die Benther Bevölkerung
heute
Zum jetzigen Zeitpunkt hat Benthe recht genau 1.970 Einwohner, die in etwa
720 Haushalten leben.
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