Benthe

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Journalistisches: Benthe in den Medien


Übersicht

Desimo verblüfft mit Manipulation

11.10.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

„Seasight” – Träumen von Sonne und Meer

05.10.2019

Calenberger Zeitung

S. 3

Schön, aber nicht einfach

04.10.2019

Calenberger Zeitung

S. 9

Ein Muss am Tag der deutschen Einheit

02.10.2019

Calenberger Zeitung

S. 10

Freie Fahrt für Retter in Benthe

27.09.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Jugendbauwagen nimmt Fahrt auf

26.09.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Open-Air-Kino lockt zum Waldgasthaus

02.09.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Bauwagenprojekt: Helfer dringend gesucht

28.08.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Kulturladen feiert erstes Jahr

26.08.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Bauwagenprojekt soll bekannter werden

23.08.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

23 Erstklässler starten in Benther Grundschule

19.08.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Motive von absurd und humorvoll bis nachdenklich

15.06.2019

Calenberger Zeitung

S. 3

Beirat gibt sich mit Dixiklo auf dem Friedhof zufrieden

12.06.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Kulturladen präsentiert Clown Bulipp

08.06.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Spiel, Sport und Spaß – ganz ohne Druck

08.06.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Benther Pappeln werden gefällt

06.06.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Für die Benther Feuerwehr wird es eng

04.06.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

DRK unterstützt Jugendprojekt

04.06.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Ausflugslokal Waldwinkel öffnet wieder

29.05.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Ein Garten für heimische Insekten

25.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Kinder säen Blumen am Jugendbauwagen

24.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Die Bente-Orgel kehrt zurück nach Benthe

17.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Der Baum steht im Mittelpunkt

16.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Claudia Köhler ist Schützenkönigin

16.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 3

Das schwarze Loch kommt am besten an

09.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Pianistin will kreuz und quer die Seelen berühren

05.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 9

Viele bunte Blumen auf Verkehrsinsel

03.04.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Wirtin will Waldwinkel wieder eröffnen

29.01.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Der Waldwinkel im Laufe der Jahre

29.01.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Wenn die Fantasie freien Raum bekommt

22.01.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Ortswehr Benthe blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

21.01.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Dorfladen soll zum Erfolg werden

19.01.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Neues Grünkonzept erhält Lob und Kritik

18.01.2019

Calenberger Zeitung

S. 2

Energetische Sanierung soll auch Lärm mindern

17.01.2019

Calenberger Zeitung

S. 2


11.10.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Desimo verblüfft mit Manipulation

Künstler zeigt Vorpremiere zu seinem neuen Programm im Café benthe.mitte / Publikum ist begeistert

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Der Magier Desimo präsentierte am Mittwochabend in seiner neuen Mental-Zauber-Comedyshow „Manipulation” gewitzte Unterhaltung auf hohem Niveau. Der Auftritt von Detlef Simon, besser bekannt als Desimo, im Café benthe.mitte war innerhalb kurzer Zeit ausverkauft.

Bei der Vorpremiere zu seinem neuen Programm bezog er die rund 60 Zuschauer von Anfang an mit ein. Und das kam an. Die Besucher in der ersten Reihe schienen förmlich darauf zu warten, Teil seiner Show zu werden. Und tatsächlich fand Desimo ein Ehepaar, das bereit war, sich auf das Experiment einzulassen.

Am Beispiel von Martina und Henning Bitter bewies Desimo, dass Gedankenübertragung funktioniert – wenn man sich gut kennt oder manipuliert wird. Henning Bitter sollte herausfinden, welchen Gegenstand seine Ehefrau Martina Bitter auf ein weißes Blatt Papier malt. Dafür stattete Desimo ihren Ehemann mit einer Antenne aus. Und damit es wirklich klappt, kam auch die Gedankenschleuder zu Einsatz. Und tatsächlich gab Henning Bitter die richtige Antwort: eine Handtasche. „Eigentlich gibt es für alles eine sinnvolle Erklärung”, meinte Desimo zu den Zuschauern. Und trotzdem konnte sich nicht jeder erklären, was auf der Bühne geschah, auch wenn er als Zuschauer aktiv einbezogen wurde und ganz nah dran war.

Die während seiner Show an die Mitspieler verteilten Zitronen spielten nach der Pause eine große Rolle. Dabei zauberte Desimo aus einer Frucht einen Geldschein, der zuvor in der Sammeldose war. Zum Staunen brachte der Magier die Zuschauer am Ende auch mit einem weißen Taschentuch, das er so ganz nebenbei durch geschicktes Wickeln in eine Ballerina verwandelte.

Zu den begeisterten Besuchern gehörte unter anderem die Ronnenberger Bürgermeisterin. „Es war ein wunderschöner Abend. Unglaublich, dass eine der drei Vorpremieren bei uns in Benthe war. Man konnte sehen, dass der Künstler sich bei der familiären Atmosphäre richtig wohlgefühlt hat”, sagte Stephanie Harms. Und auch Organisatorin Friedericke Garbe kam aus dem Strahlen nicht heraus. „Es war einfach toll. Alle waren begeistert darüber, wie spontan, pointenreich und mit welcher Präsenz sein Auftritt war”, sagte sie. Besonders gut habe ihr gefallen, wie respekt – und liebevoll Desimo mit den Mitspielern auf der Bühne umgegangen sei.

Dementsprechend groß und lang anhaltend fiel nach zwei Stunden auch der Beifall aus. Viermal musste der Künstler auf die kleine Bühne kommen, und erst nach einer Zugabe entließen die Benther Detlef Simon in den stürmischen Herbstabend. (Heidi Rabenhorst)

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05.10.2019, Calenberger Zeitung, S. 3

„Seasight” – Träumen von Sonne und Meer

Bernhard Kock und Uwe Ahrens zeigen ihre Ölbilder und Fotografien in Benthe / Ausstellung wird Sonntag eröffnet

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Der Herbst hat längst begonnen – von Sonne und Meer kann man also nur noch träumen. Dazu verleitet auch die neue Ausstellung im Kunstraum Benthe unter dem Titel „Seasight”, in der bis zum 10. November Bilder von Bernhard Kock (Malerei) und Uwe Ahrens (Fotografie) zu sehen sind.

29 Arbeiten zu sehen

Die Vernissage findet am Sonntag, 6. Oktober, ab 11 Uhr im Kunstraum an der Bergstraße statt. Nach der Eröffnung durch Kunstraum-Mitglied Kristina Henze steht Kock den Gästen für Gespräche zur Verfügung, zudem wird er seine insgesamt 19 Arbeiten erläutern. Zehn weitere Werke stammen von Ahrens. Der Fotograf, der selbst auch Mitglied im Kunstraum ist, wird aus gesundheitlichen Gründen jedoch bei der Vernissage fehlen. Vor rund zwei Jahren hatten sich Kock und Ahrens kennengelernt. „Er hat Arbeiten von mir gesehen und mich gefragt, ob wir zusammen ausstellen wollen, weil wir dieselben Themen haben”, berichtet Kock.

Nun wird es in Benthe die Premiere geben. Auf den Fotos von Ahrens sind Menschen zu sehen, die am Wasser spazieren gehen oder sich auf den Weg an den Strand machen. Die Bilder von Kock zeigen Sonnenuntergänge, Wasser und diverse Lichtspiele – mal mit, mal ohne Menschen. „Wasser ist mein Element schlechthin. Ich schwimme und tauche gern – das gilt auch für die Malerei”, sagt der 58-Jährige, dessen Technik die Ölmalerei ist. Dabei entstehen Bilder in Prozessen, „die aufwendig sind und mehrere Tage dauern können, damit sich die Farben vermischen und Übergänge schaffen”, sagt Kock.

Reisen nach Dänemark

Der Künstler reist gern mit Freunden im Februar nach Dänemark. „Ich liebe die Ruhe und Atmosphäre dort”, sagt er. All dies wirke auf ihn inspirierend – was ebenfalls auf Bildern in Benthe zu sehen ist. Kock betont aber: „Ich brauche zu den Motiven immer ein wenig Abstand, damit es nicht zu persönlich wird.” Seine Freunde hat er zwar auch schon gemalt, aber von hinten ohne Gesichtserkennung.

Kock ist in Meppen geboren. Das Studium führte ihn nach Hannover. Er lebt in der Landeshauptstadt, im Stadtteil Linden hat er zwei Ateliers. Seine Heimat, das Emsland, hat ihn aber geprägt – was sich auch in seinen Werken zeigt. „Dort gibt es nur flaches Land. Der Himmel und das Licht haben mich schon damals inspiriert.”

Die Ausstellung „Seasight” ist zu den Öffnungszeiten des Kunstraums Benthe zu sehen: montags und sonnabends von 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr, außerdem nach persönlicher Vereinbarung. Die siebte und letzte Ausstellung in diesem Jahr beginnt am 17. November. Dann zeigen Bärbel Erbstößer und Wolfgang Roggemann ihre Werke. (Stephan Hartung)

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04.10.2019, Calenberger Zeitung, S. 9

Schön, aber nicht einfach

Benther-Berg-Lauf stellt mit 571 Finishern einen neuen Rekord auf / Bley und Mewes siegen in den Hauptläufen / Hoffmann neu verliebt

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Benthe statt San Diego, Zehn-Kilometer-Hauptrennen beim Benther-Berg-Lauf statt Training unter kalifornischer Sonne – für Alexander Bley war das keine Frage. Das Trainingslager mit seinem Verein Hannover Athletics hatte er abgesagt, stattdessen lief er am Berg und holte sich in 35:31 Minuten den Sieg.

„Okay, ganz freiwillig war die Entscheidung nicht. Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit und konnte nicht vier Wochen weg. Aber der Lauf hier ist sehr schön. Man trifft viele Leute, hat seinen Spaß, und außerdem stand ohnehin ein hügeliger Dauerlauf auf dem Plan”, sagte der Sieger aus Osterwald. Seine ärgsten Rivalen, Jürgen Rodenbeck (Wunstorf/35:43 Minuten), und Tobias Krug (Ingeln-Oesselse/ 35:56) hatte er klar abgehängt.

Bley konnte viele Leute treffen. 571 Finisher kamen auf den fünf Strecken im Ziel an. „Das ist absoluter Rekord. So viele hatten wir noch nie”, sagte Melanie Schulze, bei Organisator VSV Benthe Herrin über die Meldungen und Zahlen.

Auch die Frauen im Hauptlauf genossen das riesige Familienfest der Laufszene in Benthe. „Das ist doch ein schöner Ferienbeginn hier”, sagte Gwendolyn Mewes aus Langenhagen. Sie hatte nach dem Berlin-Marathon am Sonntag nur drei Tage zum Kampf gegen den Muskelkater, doch das hielt Mewes nicht vom Sieg in Benthe ab. „Ich bin locker gelaufen und dachte die ganze Zeit, dass ich Zweite bin”, sagte sie. Die zunächst führende Vorjahressiegerin Marie Pröpsting (Hannover) gab aber auf und kam nicht im Ziel an.

Koch rennt auf Rang zwei

So konnte sich Raphaela Koch (SG Bredenbeck-Holtensen) über Platz zwei freuen. „Das ist einer der schönsten Läufe, den ich kenne, auch wenn er nicht ganz einfach ist”, sagte Koch. Seit sie ihren Eisenmangel überwunden hat, läuft es eben wieder bei ihr. Das gilt auch für Stefanie Hoffmann. „Eigentlich wollte ich meine Karriere schon beenden. Die rechte Lust fehlte. Doch jetzt habe ich hier in Benthe meinen ersten Zehn-Kilometer-Lauf nach einem Jahr Pause absolviert”, sagte die Kirchdorferin, die in 45:43 Minuten auf der vierten Position landete. Die neu gewonnene Liebe zum Laufen hatte noch andere Folgen. „Ich habe mich heute auch für den Berlin-Marathon 2020 angemeldet. Ohne laufen geht es einfach nicht”, sagte Hoffmann.

Nur einer machte der Lauf an diesem Tag kaum Spaß. Caroline Marie Viole (SG Bredenbeck-Holtensen) plagte sich beim 3,6-Kilometer-Jugendlauf mit Seitenstichen. Der Spitzenkampf mit den Neustädterinnen Franka Windmöller und Madeleine Schenker fiel aus. Die Tochter verschwand schnell, Mutter Marion organisierte dennoch eine Teilnehmermedaille. „Wir werden sie schon trösten und wieder aufmuntern”, sagte Marcel Schenker. Denn die Familienfeier aus Benthe ging zumindest bei den Violes und Schenkers beim gemeinsamen Abendessen noch lange weiter.

Ein klares Bekenntnis zum Benther-Berg-Lauf gab auch Rüdiger Waldeck, Empeldes Handball-Urgestein. „Dieser Lauf hier ist wirklich so toll organisiert. Hut ab vor dem, was die hier auf die Beine stellen”, sagte er. Er hatte bei seinen TuS-Teams sage und schreibe 61 Kinder und Jugendliche ebenfalls begeistern können. Ihr lila Trikot leuchtete vielfach. „Ich verstehe gar nicht, warum nicht auch Fußballmannschaften aus Ronnenberg, Weetzen oder Ihme-Roloven kommen”, sagte Waldeck. Bis zum nächsten Lauf wird er noch Überzeugungsarbeit leisten. Dann könnte 2020 ein neuer Rekord in der Luft liegen. (Matthias Abromeit)

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02.10.2019, Calenberger Zeitung, S. 10

Ein Muss am Tag der deutschen Einheit

Benther-Berg-Lauf geht am Donnerstag in seine 18. Auflage / Um 9.40 Uhr fällt der Startschuss

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Groß ist der Benther-Berg-Lauf schon in den vergangenen Jahren gewesen, doch erwachsen wird er erst jetzt. Morgen steigt wie jedes Jahr am Tag der deutschen Einheit die 18. Auflage des Rennens um oder auch über den Benther Berg. „Es gab noch einen Vorgänger. Der wurde damals vom Lions Club organisiert. Den zählen wir nicht mit. Erst 2001 haben wir das unter der Regie des VSV Benthe übernommen”, sagt Organisator Klaus Schulze.

Unter der Führung seines Teams ist der Lauf von einst knapp 100 Teilnehmern auf 541 Finisher im vergangenen Jahr gewachsen. Für viele aus der Laufszene ist es einfach ein Muss, am 3. Oktober in Benthe zu laufen und die familiäre Stimmung zu genießen. Auch die Langenhagenerin Gwendolyn Mewes kommt – obwohl sie erst am Sonntag den Berlin-Marathon hinter sich gebracht hat und bei ihren 3:28:56 Stunden leiden musste. „Ich hatte einfach zu wenig trainiert. Und einen Marathon einfach nur zum Spaß laufen geht nicht”, sagte Mewes. Doch schon einen Tag nach dem Lauf in der Hauptstadt bekannte sie sich zum Benthe-Lauf. „Ich habe zwar Muskelkater, aber in Benthe will ich die zehn Kilometer laufen”, sagte die dominierende Läuferin der vergangenen Jahre, die nach ihrer Babypause erst im Frühjahr wieder mit dem Laufen begonnen hatte.

Caroline Marie trifft auf Rivalin

Auch für andere ist der Lauf am Einheitstag ein fester Termin. Caroline Marie Viole kommt von der SG Bredenbeck-Holtensen. Die W11-Schülerin ist Mitfavoritin im 3,6-Kilometer-Schnupperlauf. Doch könnte es zum Duell der dominierenden Athletinnen ihrer Klasse kommen. Auch Madeleine Schenker vom TSVNeustadt-Running-Team, das mit 29 Mann anreist und damit das zahlenstärkste Team ist, startet über 3,6 Kilometer.

Mit Raphaela Koch (10 km) und Olaf Grimm (Halbmarathon) hat die SG Bredenbeck-Holtensen weitere Trümpfe am Start. M75-Senior Manfred Kramer vom TSV Barsinghausen nimmt den gemütlichen Zehn-Kilometer-Lauf um den Berg in Angriff.

Los geht es in Benthe schon um 9.40 Uhr. Dann rennen die Bambini auf ihrer 550-Meter-Runde auf dem Platz um den Sieg. Erst nachdem die Halbmarathonis sich um 10 Uhr auf ihren Weg mit den mehrmaligen Anstiegen auf den Kamm des Benther Berg gemacht haben, dürfen sich auch die Kinder bis zehn Jahre um 10.10 Uhr auf ihre 1800-Meter-Strecke machen. Der größte Läufer-Lindwurm setzte sich um 10.30 Uhr auf dem VSV-Platz Am Hammfeld in Bewegung. Zehn Minuten später fällt der Startschuss zum Schnupperlauf.

Onlinemeldeschluss ist auf vsvbenthe. de für alle Läufe heute um 15 Uhr. Nachmeldungen vor Ort sind morgen bis 9.30 Uhr möglich. (Matthias Abromeit)

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27.09.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Freie Fahrt für Retter in Benthe

Das Szenario ist dramatisch: Feuerwehr oder Rettungsdienst wollen mit ihren Fahrzeugen zu einem Einsatzort vordringen und erreichen diesen nicht, weil geparkte Fahrzeuge den Weg versperren. Ganz schlimm wird es, wenn dabei das Leben oder die Gesundheit von Menschen gefährdet werden. Ein Parkverbot soll in Benthe jetzt verhindern, dass es dazu kommt. Das erklärte der Fachbereichsleiter der Stadt Ronnenberg, Wolfgang Zehler, am Dienstag in der Ortsratssitzung.

Während eines Ortstermins mit der Feuerwehr habe sich ein Einsatzfahrzeug in der Salinenstraße tatsächlich zwischen parkenden Autos festgefahren. Das sei für die Verwaltung Anlass genug, das einseitige Parkverbot für die schmalen Dorfstraßen einzurichten. Die beweglichen Schilder, die auch direkt vor dem Sitzungsort im Café benthe.mitte aufgestellt wurden, riefen dann auch Fragen des Ortsrates hervor. Auf welcher Grundlage die Straßenseite gewählt worden sei, fragte beispielsweise Ortsbürgermeister Detlef Hüper.

Zehler erklärte, dass die Parkverbotszonen, die wechselseitig eingerichtet werden sollen, bisher nur provisorisch sind. „Wir sind flexibel”, sagte er. Die Auswirkungen sollen „für ein paar Wochen” beobachtet werden. Danach würde die Verwaltung auf dieser Grundlage das Parkverbot fest installieren. „Ich denke, es ist in aller Interesse, dass die Zufahrt für die Rettungsdienste möglich ist.”

Widerspruch aus dem Ortsrat gab es nicht, wenngleich zu erwarten ist, dass sich die Parksituation im Bereich der beiden Straßen zuspitzen wird. (uwe)

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26.09.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Jugendbauwagen nimmt Fahrt auf

Organisatorin Lisa Maack zählt nach dem Sommerfest acht neue ehrenamtliche Helfer

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Ein gut besuchtes Sommerfest mit schöner Spätwirkung: Rund um den Jugendbauwagen auf dem Festplatz hatte der Ortsrat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz ein Fest auf die Beine gestellt, das vor allem für den Jugendraum Werbung machen sollte. Nun ist die Betreuungskrise der Einrichtung offenbar vorerst abgewendet. Acht neue ehrenamtliche Helfer haben sich im Umfeld des Sommerfestes gemeldet, berichtete Bauwagen-Koordinatorin Lisa Maack während der Ortsratssitzung am Dienstag.

Der Bauwagen hat sich in den vergangenen Jahren als Anlaufpunkt für die örtliche Jugend etabliert. Als Koordinatorin des Ortsratsprojektes war Lisa Maack allerdings nicht nur größtenteils für diesen Erfolg verantwortlich, sondern bei der Organisation von Veranstaltungen auch weitgehend auf sich allein gestellt. Im Frühjahr zog sie deshalb die Reißleine. Ihre Botschaft: Ich schaffe es nicht mehr allein. Sollten sich keine weiteren Helfer finden, seien beliebte Projekte wie die Halloween-Aktion, die von bis zu 70 Kindern besucht werden, gefährdet. Auch die tägliche Öffnung des Jugendraumes in den Ferien stellte Maack infrage.

Als Reaktion beschloss der Ortsrat die Veranstaltung eines Sommerfestes, um dort unter anderem neue Ehrenamtler zu gewinnen. Mit Erfolg: Nicht nur, dass die Kosten für die Feier mithilfe von Spenden komplett aufgefangen werden konnten – Ortsbürgermeister Detlev Hüper bilanzierte einen Überschuss von 5 Euro. Auch acht neue ehrenamtliche Helfer kann Maack nun als Unterstützer registrieren, darunter fünf, die den täglichen Schlüsseldienst in den Ferien übernehmen. Drei Freiwillige helfen bei der Organisation.

„Engagierte Eltern haben die Betreuung des Herbstferienprogrammes des Jugendbauwagens übernommen”, stellte Maack zufrieden fest. Aus diesem Grund kann die Einrichtung neben der täglichen Öffnung von 10 bis 18 Uhr auch ein Ferienprogramm anbieten. „Jeden Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr gibt es tolle Aktionen für Kinder”, kündigte die Koordinatorin an.

Als Beispiele nennt sie Basteln mit Kastanien, Drachen steigen lassen, Bewegung mit Bällen oder Geschichten vorlesen. Was an dem jeweiligen Tag gemacht wird, dürfen sich die Kinder selbst aussuchen.

Eine weitere gute Nachricht konnte Maack bezüglich der Bauwagenkasse mitteilen: Aufgrund einer weiteren Spende in Höhe von 421 Euro ist diese nun gut gefüllt und für die kommenden Aktionen gerüstet. Das Geld stammt aus einer Spendendose, die während einer Open-Air-Kinoveranstaltung im August am Café Waldwinkel in Benthe herumgereicht wurde.

Weiterhin beschloss der Benther Ortsrat, auch in diesem Jahr am 1. Dezember wieder die Eröffnungsveranstaltung zum lebendigen Adventskalender zu organisieren. Das Gremium beschloss, dafür 150 Euro der Ortsratsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Entscheidung über die Verwendung weiterer rund 1300 Euro wurde dagegen noch einmal vertagt. (Uwe Kranz)

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02.09.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Open-Air-Kino lockt zum Waldgasthaus

Cineasten transportieren für das besondere Filmerlebnis Klappstühle und Decken durch die Feldmark

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Keine komfortablen Sessel in einem hochmodernen Kinosaal, sondern eine Open-Air-Filmvorführung an einem lauen Sommerabend im Garten eines Waldgasthauses mitten in der Benther Feldmark: Dieses besondere Filmerlebnis im Grünen hat am Freitagabend rund 150 naturverbundene Cineasten zum Café Waldwinkel gelockt. Zu der Vorstellung eingeladen hatte die Betreiberin des Waldgasthauses, Cara Cahusac, in Kooperation mit dem Cinema del Sol. Das Besondere an dem von der Region Hannover geförderten Öko-Kino: Die gesamte Anlage wird mit reiner Sonnenenergie und voll aufgeladenen Solarakkus betrieben.

„Wir sorgen für die Bewirtschaftung der Gäste, dafür ist der Eintritt zur Filmvorführung kostenlos. Es werden Spenden zugunsten des Benther Jugendbauwagens gesammelt”, erläuterte Gastronomin Cahusac am Abend das Konzept der Aktion. Bauwagen-Organisatorin Lisa Maack freute sich im Anschluss über 412 Euro.

Filmtitel passend zum Wetter

Auf dem Programm stand im Cinema del Sol der US-Spielfilm „Little Miss Sunshine”. Passend zu der umweltschonenden Vorführung im Freien hatten sich etliche der Besucher wie gewünscht eigene Klappstühle, Campingsessel oder Decken mitgebracht. Pünktlich mit dem Beginn der Filmvorführung bei Anbruch der Dunkelheit war im Biergarten und auf dem weiteren Gelände des Waldgasthauses kaum noch ein freier Platz zu finden. „Film ab” – hieß es dann, als im Dunkeln unter großen Buchen die bewegten Bilder mithilfe reiner Sonnenenergie auf der Leinwand flackerten.

Für die Pächterin des Gasthauses war es nach der Eröffnung des Cafés Waldwinkel im Mai bereits die zweite Veranstaltung auf dem Gelände des Ausflugslokals. „Es läuft super, ich habe schon viele Stammgäste”, sagte sie kurz nach dem Auftakt des Spielfilms. (Ingo Rodriguez)

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28.08.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Bauwagenprojekt: Helfer dringend gesucht

200 Kinder und Erwachsene beim Sommerfest / Initiatorin Lisa Maack benötigt mehr Unterstützung

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„Wäre der Jugendbauwagen ein Eisenbahnwagon, dann bin ich gerne ihre Lokomotive”, sagt Lisa Maack. Im Hintergrund lassen freiwillige Helfer gerade Luft aus einer Hüpfburg, Feuerwehrleute verstauen ihr Material im Löschgruppenfahrzeug, die Sonne senkt sich über den Benther Berg. „Aber ich brauche Räder. Räder, auf die ich mich verlassen kann. Sonst können wir Aktionen wie heute nicht mehr machen”, setzt die Diplom-Pädagogin fort.

Kurz zuvor ist das Sommerfest des Jugendbauwagens Benthe zu Ende gegangen. Seit der bemalte Bauwagen auf dem Festplatz vor sieben Jahren vom Ortsrat finanziert und angeschafft wurde, dient er den Kindern und Jugendlichen als Anlaufpunkt. Die Benther-Jugend hegte damals den Wunsch nach einem eigenen Treffpunkt. Ein Pendeln zum Jugendtreffpunkt in Empelde war keine realisierbare Alternative. Ortsbürgermeister Detlef Hüper erinnert sich: „Am Anfang nutzten vor allem die Jugendlichen den Bauwagen. Nach kurzer Zeit waren es aber vor allem Kinder im Grundschulalter, die zu unterschiedlichen Aktionen zusammenkamen.” Mit Erfolg: Aus dem alten Bauwagen entwickelte sich ein kultur- und bildungsstiftendes Vorzeigeprojekt. Die Jugendlichen organisieren sich selbst, erhalten Unterstützung von Lisa Maack.

Vereine unterstützen

Das von den Helfern auf die Beine gestellte Sommerfest ginge vom Angebot und der Größe her mancherorts als Dorffest durch. Derlei Aktionen seien jedoch nur mithilfe von Wohlfahrtsverbänden und gemeinnützigen Vereinen möglich. „80 Prozent dieser Veranstaltung gehen ganz klar auf das Konto des DRK”, erklärt Maack. So konnten sich die Kinder auf einer Hüpfburg austoben, bei den Gokarts in die Pedalen treten oder mehrere Einsatzfahrzeuge von DRK und der Freiwilligen Feuerwehr bestaunen. Darüber hinaus stünden Johanniter, der Kunstraum Benther Berg oder der Verband Deistersterne dem Dorfprojekt helfend zur Seite.

„Bei großen Veranstaltungen wie der Halloween- oder der Nikolausaktion haben wir immer Helfer”, sagt Maack. Auch beim Sommerfest sind sie zu sehen – beim Kinderschminken, an den Einsatzfahrzeugen oder am Speisen- und Getränkestand.

„Wir brauchen Ehrenamtliche, die als Koordinatoren fungieren und alle zusammenbringen”, sagt Maack. Aber auch Menschen, die den Jugendbauwagen in den Ferien täglich auf- und zuschließen seien gefragt. Vorstellbar in dieser Rolle seien beispielsweise Hundebesitzer oder Anwohner, die regelmäßig dort vorbeikommen.

„Ich komme bei den ganzen organisatorischen Aufgaben längst nicht mehr hinterher”, erklärt Maack, die allein in der vergangenen Woche 14 Stunden aufgebracht hat, um das Sommerfest zu organisieren. Eine erste Konsequenz des Helfermangels: In diesem Jahr steht das Halloweenfest auf der Kippe. „Wahrscheinlich können wir in diesem Jahr nur noch die Nikolausaktion durchführen”, fügt sie hinzu. Wie und ob es 2020 generell weitergeht, kann Maack nicht beantworten. Für die Benther Kinder wäre der Verlust des Bauwagens jedoch erheblich.

Immerhin: Am Sonntag haben sich fünf Erwachsene gemeldet, die beim Jugendbauwagen mitwirken wollen. (Patrick Schiller)

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26.08.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Kulturladen feiert erstes Jahr

Zum einjährigen Bestehen gab es im Café benthe.mitte Kultur und Kinderaktionen

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Der Abschluss eines entspannten ersten Jahres, wie der Vorstandsvorsitzende Christian Gehrold sagte, wurde am Sonnabend im Benther Kulturladen benthe.mitte gefeiert. Zum Einjährigen kamen zahlreiche Vereinsmitglieder und Besucher zusammen. Außer viel Kleinkunst und Jazz gab es auch ein neues Schild, das auf den Trägerverein des Cafés hinweist.

Gehrold hatte den Vorstandsvorsitz ein halbes Jahr nach der Gründung des Vereins übernommen. Dieser war für den Betrieb des Cafés gegründet worden. Er sollte die dörfliche Gemeinschaft mit kulturellen Veranstaltungen und Nachbarschaftshilfe fördern. Zusammen mit den Vorstandskollegen Werner Windt und Kilian Wolf blickt Gehrold nun auf einen erfolgreichen Start zurück.

Zur Feier des Tages unterhielten Naomi und Calvin Zarnack, das Trio Bromund und Hot4Jazz das Publikum. Für die Kinder gab es Tattoos und Bastelaktionen.

Inzwischen hat der Kulturverein fast 200 Mitglieder. „Die Zusammenarbeit mit der Café-Betreiberin Melanie Schulze funktioniert hervorragend”, sagte Gehrold. Dadurch habe der Verein im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Veranstaltungen anbieten können. Für Windt war der Auftritt von Oya ein künstlerischer Leckerbissen, wie er sagte. Die Band brachte Ende Dezember Soul, Jazz und Latin ins Café benthe.mitte.

Vor allem für die älteren Benther sei der Kulturladen ein Treffpunkt geworden, in dem sie Anschluss an die Gemeinde behalten können. Trotzdem würde sich der Verein über eine größere Beteiligung jüngerer Generationen freuen. „Wir versuchen natürlich, über Veranstaltungen wie die Märchenlesungen junge Eltern anzusprechen”, sagt Silvia Ventz-Heemann vom Vereinsvorstand.

Die Eröffnung des nahe gelegenen Lokals Waldwinkel wirkt sich offenbar nicht nachteilig auf das Café benthe.mitte aus. „Der Waldwinkel spricht eine andere Klientel an. Da sind es vor allem Spaziergänger und Radfahrer. Wir sind für die Leute im Dorf da”, sagt Gehrold. Der Verein selbst sieht in dem Ausflugslokal denn auch eher ein breiteres Angebot für alle Besucher des Benther Berges.

Besonders erfolgreich sei das erste Jahr für den Kulturverein Benthe wegen der zahlreichen gemischten Veranstaltungen gewesen. „Veranstaltungen, an denen sich Musik, Lesungen und Vorträge abgewechselt haben, waren besonders gut und lange besucht”, erzählt Wolf.

Auch für das kommende Vereinsjahr ist bereits vorgesorgt. Zwölf Veranstaltungen bis Ende April 2020 stehen schon fest, darunter ein Abend für Frankreichfreunde mit Chansons, die von Julia Kokke gespielt werden. „Vive la France” heißt es am 26. Oktober. Die Karten gibt es wie immer im Café. (Patrick Schiller)

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23.08.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Bauwagenprojekt soll bekannter werden

Angebot für Kinder und Jugendliche wird auf Sommerfest präsentiert / Viele Aktionen geplant

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„Wir befinden uns auf dem langen Weg auf der Suche nach Ehrenamtlichen”, sagt Lisa Maack. Die Leiterin des Bauwagenprojektes, das der Ortsrat vor inzwischen sieben Jahren auf den Weg gebracht hat, hatte der Bürgervertretung des Ortes im Frühjahr eröffnet, kürzertreten zu wollen. Außer dem Halloween- und dem Nikolausprojekt könne sie allein den Betrieb der Einrichtung für Kinder und Jugendliche nicht mehr aufrechterhalten. Nun sucht der Ortsrat händeringend nach Unterstützern.

DRK unterstützt Ortsrat

Nach ersten Überlegungen kamen Politiker und Bürger während einer Ortsratssitzung auf die Idee, das Projekt mithilfe eines Sommerfestes im Dorf bekannter zu machen. Am Sonntag, 25. August, soll dieses Vorhaben nun zwischen 14 und 17 Uhr auf dem Benther Festplatz umgesetzt werden. Unterstützt wird der Ortsrat dabei vom Roten Kreuz Empelde-Benthe. „Die Hilfe ist der Grund, warum wir überhaupt so ein großes Fest anbieten können”, sagt Maack.

Eine Hüpfburg, Kinderschminken, ein Gokart-Parcours und die Präsentation von verschiedenen Einsatzfahrzeugen sind einige der Angebote für Kinder und Jugendliche an diesem Tag. Leckeres vom Grill, Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränke werden angeboten. „Ich bin häufig angesprochen worden, dass das Fest fast so etwas wie ein Dorffest wird”, erzählt Maack. Aber auch die Hilfsbereitschaft hat schon zugenommen. So gibt es bereits eine Reihe von Angeboten für Kuchenspenden, und zwei Väter hätten bereits Unterstützung bei Veranstaltungen angeboten, schildert die Projektleiterin.

Bauwagenteam geplant

Für Maack ist das ein gutes Zeichen dafür, dass das Fest sein Ziel erreicht: „Wir wollen ein Bauwagenteam aufstellen”, sagt sie. Dazu gibt es am Sonntag auch einen Infostand mit Kontaktlisten, in die sich alle Interessenten eintragen können. Die Hoffnung wächst also, dass die Benther das umfangreiche Angebot des Jugendbauwagens auch in Zukunft gemeinschaftlich aufrechterhalten können. (Uwe Kranz)

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19.08.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

23 Erstklässler starten in Benther Grundschule

Die Zahl der Abc-Schützen im Stadtgebiet steigt auf 225 / Nach dem Rückgang 2018 entwickelt sich die Schule in Benthe positiv

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Es hat Tradition an der kleinen Grundschule Benthe, dass die Schüler, Kindergartenkinder und Eltern einen Beitrag zur Begrüßung der neuen Erstklässler leisten. Nach dem Einschulungsgottesdienst wurden die 23 neuen Erstklässler von ihren Mitschülern durch ein Spalier auf den Schulhof geführt. Dort warteten bereits die Familien auf die Kinder. Schulleiterin Jutta Fricke hieß die Jungen und Mädchen willkommen: „Endlich ist er da, dieser ganz besondere Tag – und ihr seid sicher schon gespannt, was in der Schule auf euch zukommt. Ihr wollt bestimmt lesen, schreiben und rechnen lernen. Und ich kann euch versichern: Das werdet ihr”, rief sie ihnen zu.

Auch die Kinder der Benther Kindertagesstätte hatten sich etwas einfallen lassen und sangen mit Kita-Leiterin Nicole Bichler den „Gutschi, Gutschi”-Song, das Lieblingslied der Schulkinder. Die Drittklässler zeigten – verkleidet als Häschen und Zwerge – ein Theaterstück über Zahlen und Buchstaben.

Die Viertklässler sind Paten

Eine ganz besondere Aufgabe haben die Viertklässler. Sie sind Paten für die Erstklässler und helfen ihnen, sich in der Schule zurechtzufinden. Als Willkommensgeschenk hatten sie für jedes Kind ein Plakat gemalt. „Wir sind für euch da, wenn ihr traurig seid, Streit habt, allein seid, Trost oder Schutz braucht”, ließen die Großen die Kleinen wissen.

Anschließend zeigten sie ihren neuen „Patenkindern” den Weg in den Klassenraum, wo sie mit Klassenlehrerin Paula Schoemaker ihre erste Schulstunde erlebten. Der Förderverein der Grundschule versorgte derweil die Eltern, Geschwister, Omas und Opas mit Kuchen und Getränken. Für die Erstklässler spendierte der Schulverein rund um Maike Cordes personalisierte Jahresplaner.

Es wird voller in den Grundschulen im Ronnenberger Stadtgebiet. Nachdem die vier Einrichtungen 2018 einen Rückgang neu eingeschulter Kinder um 27 auf 186 Erstklässler gemeldet hatten, steigt diese Zahl zum neuen Schuljahr wieder. Mit insgesamt 225 Abc-Schützen liegt sie sogar deutlich über der Zahl von 2017, als 217 Kinder in Ronnenberg ihre Schullaufbahn begonnen haben.

Erfreulich ist die Entwicklung für die Grundschule in Benthe, wo nach der geringen Zahl von zehn Einschulungen 2018 vorübergehend die Frage nach dem Fortbestand der einzügigen Einrichtung diskutiert worden war. Am Sonnabend sind nun 23 Erstklässler an der Bergstraße eingeschult worden, in der Regenbogenschule in Weetzen sind es 39, in der Grundschule Ronnenberg 58 und in der Theodor-Heuss-Schule in Empelde 105 Abc-Schützen. (Heidi Rabenhorst, Uwe Kranz)

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15.06.2019, Calenberger Zeitung, S. 3

Motive von absurd und humorvoll bis nachdenklich

Kunstraum Benther Berg eröffnet morgen die Ausstellung „figurativ absurd” / Bernd Pallas und Francesco Lamazza zeigen Werke

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Der Hund schaut ganz traurig. Eigentlich fällt für ihn an einem Grillabend immer ein Würstchen ab. Manchmal sind es auch zwei. Doch Frauchen kocht jetzt nicht nur vegetarisch, sie grillt auch so. Kein Fleisch mehr auf dem Rost, nur noch grün und gesund. „Vegetarische Grillerin” heißt das Bild, das im Kunstraum Benthe zu sehen ist. Die Ausstellung „figurativ absurd” beginnt morgen mit einer Vernissage um 11 Uhr. Kunstraum-Vorstandsmitglied Kristina Henze wird die Eröffnung leiten und die beiden Künstler begrüßen.

Einer von ihnen ist Bernd Pallas. Der Gehrdener bringt 76 Werke mit. Er arbeitet mit Collagen, deren Inhalt teilweise gemalt und geklebt sind – beispielsweise aus Werbeprospekten. Dabei nimmt er auch immer wieder aktuelle Diskussionen aus dem Alltag aufs Korn – sei es die Freigabe von weichen Drogen, die Debatte um Kindergartenplätze oder eben der Hype um gesunde Ernährung und neumodernes Superfood. „Das sind Themen, die teilweise absurd sind”, sagt Pallas, dessen Bilder damit zum Thema der Ausstellung passen und auch immer ein wenig Humor verbreiten.

Flüchtlingsthema aufgegriffen

Absurd ist nach Meinung von Francesco Lamazza auch das, was in den vergangenen Jahren in Bezug auf Flüchtlinge passiert ist. Lamazza, ab Sonntag zweiter Aussteller im Kunstraum, ist Italiener. Die Katastrophen vor Lampedusa, bei der viele Flüchtlinge ihr Leben im Mittelmeer verloren, sind ihm geläufig. Den letzten Anstoß gab für ihn ein Theaterstück im November vergangenen Jahres in Hannover. „Darin wurden Flüchtlingsströme und die damit verbundenen Probleme dargestellt. Ich habe das Stück gesehen und mich danach gefragt, was diese Menschen fühlen und ob sie den Tod spüren.” Absurd ist nach Meinung von Lamazza auch das, was in den vergangenen Jahren in Bezug auf Flüchtlinge passiert ist.

Entstanden sind seitdem 47 Bilder, die er mit Pinselstiften erschaffen hat, die eine weiche Bürste besitzen. Ob in Farbe und oder in Schwarz-Weiß – Lamazza zeigt in seinen grafischen Werken viel Wasser und Flüchtlinge, teilweise sind auch Boote zu erkennen. „Das Boot ist voll” ist so auch der Name des Hauptwerks, das ebenfalls im Kunstraum Benthe zu sehen ist. Bei der Vernissage am Sonntag sind Lamazza und Pallas, die beide Mitglieder im Verein Kunstraum Benthe sind, anwesend und stehen den Gästen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Info Die Ausstellung „figurativ absurd” ist bis Sonntag, 14. Juli, im Kunstraum Benthe, Bergstraße 3, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags und sonnabends, 15 bis 17 Uhr, sowie sonntags, 11 bis 17 Uhr. Weiter geht es mit den Werken von Andreas Warlich ab Mittwoch, 28. August. (Stephan Hartung)

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12.06.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Beirat gibt sich mit Dixiklo auf dem Friedhof zufrieden

Preis für den Bau eines Toilettenbaus ist mit 50 000 Euro zu hoch / Ortsrat macht sich vor Ort ein Bild

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Kurz vor der Ortsbegehung mit den örtlichen Politikern im vergangenen Jahr in Benthe hatte der Seniorenbeirat die Einrichtung einer Toilettenanlage auf dem Friedhof in Benthe ins Gespräch gebracht. Beim aktuellen Rundgang mit dem Ortsrat wurde nun bekannt, dass dieser Vorschlag bis auf Weiteres vom Tisch ist.

Kosten zu hoch

Alle Beteiligten seien sich einig, dass die veranschlagten Kosten von rund 50 000 Euro dafür zu hoch sind. Auch der Seniorenbeirat habe deshalb eingewilligt, das inzwischen am Rand des Friedhofes aufgestellte Dixiklo auch weiterhin zu nutzen, erklärte der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler.

Nicht bei Nachbarn klingeln

Das grundlegende Ansinnen der Seniorenvertreter was es, Notlagen von Friedhofsbesuchern zu vermeiden. Die Vorsitzende des Beirates, Doris Eickemeyer, hatte dem Ortsrat von Fällen berichtet, in denen Grabpflegende auf dem Benther Friedhof bei Nachbarn klingeln oder sich hinter Büschen verstecken mussten, um ihre Notdurft verrichten zu können. Das Dixiklo erfüllt den Zweck der Nothilfe – wenn auch mit geringem Komfort. Der teure Bau eines festen Toilettenhäuschens ist deshalb nicht zwingend nötig.

Um die Situation des Toilettenhäuschens direkt an der Straße etwas angenehmer zu gestalten, regte der Ortsrat nach einer Besichtigung vor Ort eine Einfriedung des Kunststoffhäuschens, möglicherweise mithilfe einer Holzwand, an. Zehler versprach diesbezüglich, das Dixiklo bei einer anstehenden Umgestaltung des kleinen Platzes, auf dem auch ein Container abgestellt ist, zu berücksichtigen und das Areal den Bedürfnissen entsprechend neu zu ordnen. (Uwe Kranz)

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08.06.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Kulturladen präsentiert Clown Bulipp

Künstler tritt im Café benthe.mitte auf

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Für seine letzte Veranstaltung vor der Sommerpause hat sich der Kulturladen Benthe noch einmal ein besonderes Programm einfallen lassen: Am Freitag, 14. Juni, ist Philip Johnson alias Bulipp, der als stiller Clown mit seiner subtilen Komik schon viele Menschen auf der ganzen Welt zum Lachen gebracht hat, zu Gast im Café benthe.mitte, Am Steinweg 18, in Benthe. Mit sparsamsten Mitteln, perfekter Körperbeherrschung, ausgestattet mit seinem liebenswerten Charme und britischen Understatement-Witz, weckt Bulipp mit seiner schier grenzenlosen Fantasie die Vorstellungskraft der Zuschauer, kündigt der Verein an.

Der gebürtige Engländer nahm mit acht Jahren die ersten Ballett- und Schauspielstunden. Nach einer Ballettausbildung an der Rambert Ballet School in London war er elf Jahre lang an verschiedenen deutschen Staatstheatern als Solotänzer engagiert – darunter war auch für sieben Spielzeiten das Niedersächsische Staatstheater Hannover. Er arbeitete auch mit einigen hochkarätigen Choreografen aus Schweden und den USA zusammen.

Die Betreiberin des Cafés benthe.mitte, Melanie Schulze, sorgt mit einem Drei-GängeÜberraschungsmenü während der Aufführung für den kulinarischen Höhepunkt der Veranstaltung. (Uwe Kranz)

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08.06.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Spiel, Sport und Spaß – ganz ohne Druck

Benther Grundschule rückt beim Sportfest von den klassischen Bundesjugendspielen ab

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„Theo, Theo”, hallt es am Freitag gegen 8.30 Uhr über den Benther Sportplatz. Mit dem bekannten Kinder-Fitnesslied wärmen sich die 63 Benther Grundschüler auf, um dann beim Sportfest bestens vorbereitet an den Start zu gehen. Die Schule hat in diesem Jahr bei den Regularien erstmals etwas geändert. „Wir sind von den klassischen Bundesjugendspielen abgerückt und haben aus dem starren Wettkampf einen lockeren Wettbewerb gemacht, bei dem die Freude am Sport im Vordergrund steht. Die Kinder sollen ganz ohne Druck an den verschiedenen Stationen mitmachen”, betont Sportfachbereichsleiterin Melanie Wedekind, die das Fest organisiert hat.

Und so erleben die Jungen und Mädchen der Klassen eins bis vier auf dem Sportplatzgelände des VSV Benthe ein buntes Programm an sportlichen Spielen. „Das Wichtigste ist heute, dass die Kinder Spaß haben”, sagt die Sportlehrerin zufrieden. Außer vier weiteren Kolleginnen halfen auch neun Mütter sowie Torben Hentschel von der Stadt Ronnenberg bei der Organisation des Sportfestes mit.

Spiele fordern alle Sinne

Viele originelle Spiele und die klassischen leichtathletischen Disziplinen 800- und 1000-Meter-Lauf, Sprinten, Weitsprung und Ballweitwurf – die bunte Mischung macht es beim Fest zum Ende des Schuljahres aus. „Alle Sinne waren gefordert, die Koordination beim Dosenwerfen, Zielsicherheit beim Torwandschießen, Konzentrieren beim Wassertransport mit dem vollgesogenen Schwamm sowie Standfestigkeit beim Sackhüpfen”, sagt Wedekind.

Die große Hitze bleibt am Morgen zum Glück für Kinder und Lehrer noch aus, und somit sind alle mit großem Eifer bei der Sache. So gibt Mattes alles beim Weitspringen. „Das macht richtig Spaß”, erzählt der Siebenjährige. Gemeinsam mit seinem Freund Justus (7) geht er von Station zu Station. Beim Wassertransport treten die neun Jahre alten Freundinnen Jasmin und Ara gegeneinander an. Und beide sind richtig gut. Ara kann aus ihrem Schwamm 600 Milliliter Wasser auswringen, Jasmin schafft 500 Milliliter. Sie hätten schon fast alle Spiele geschafft, berichten beide stolz – und flitzen weiter zur nächsten Station. Nebenan gibt sich der zehnjährige Theo so richtig Mühe beim Torwandschießen und landet zahlreiche Treffer.

In den Pausen gibt es Vitaminerfrischungen für die Jungen und Mädchen an der Obst- und Gemüsebar. Es gibt unter anderem Melonen, Ananas, Gurken und Kohlrabi. Und danach geht es voller Energie weiter. Das Sportfest endete gegen Mittag mit dem Staffellauf aller Klassen. Zufrieden gehen die Kinder nach Hause – voller Vorfreude auf das lange Pfingstwochenende. (Heidi Rabenhorst)

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06.06.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Benther Pappeln werden gefällt

Ortsrat stimmt zu / Ersatz ist geplant

Eigentlich sollte das Benther Pappelproblem bereits gelöst sein. Erst Anfang des Jahres hatte die Stadt am Regenrückhaltebecken Am Wallteich mehrere Bäume dieser Gattung gefällt. Für Ärger sorgten die großgewachsenen Bäume vor allem bei den Anwohnern. Die watteartigen Blütenstände der Pappeln sollen bei einigen von ihnen allergische Reaktionen auslösen, hieß es. Wie Schnee bedeckten diese Pflanzenteile zudem jedes Frühjahr den Boden. In mehreren Etappen war der Bestand reduziert worden. Nur sieben Pappeln und sechs Erlen durften bislang stehen bleiben. Einer dieser Bäume muss nun aber doch noch weichen.

Die Bewohner des Hauses an der Ecke Am Wallteich/Thorgarten sorgen sich aufgrund einer dreistämmigen Pappel. Bei jedem Gewittersturm hätten sie Angst, das Teile des Baumes auf ihr Haus fielen, erklärte Ina Kallenbach während der Begehung mit dem Benther Ortsrat. Sie bat die Stadtverwaltung, den Baum, von dessen Stämmen einer Anfang des Jahres bereits auf acht Meter Länge gekürzt worden war, aus Gründen der Verkehrssicherheit ebenfalls zu fällen.

Der Ortsrat stimmte dieser Bitte zu, zumal Kallenbach versprach, sich an den Kosten für eine Neuanpflanzung in diesem Bereich finanziell zu beteiligen. Die beiden verbliebenen Stämme sollen nun ebenfalls auf die Länge des dritten eingekürzt werden. Danach sollen Ranken, beispielsweise Rosen, daran emporwachsen können.

Fällung erfolgt im Herbst

Wolfgang Zehler erklärte, Fällung und Neuanpflanzung könnten erst im Herbst vorgenommen werden. Der Fachbereichsleiter der städtischen Verwaltung erläuterte zudem, dass die Entschlammung des Regenrückhaltebeckens noch auf sich warten lasse. Die beauftragte Firma habe das Zeitfenster für diese Arbeiten verpasst. Mit Rücksicht auf die Tierwelt auf diesem Gewässer müsste nun das Ende der Brut- und Setzzeit in einigen Wochen abgewartet werden, ehe der Schlammsauger anrücken könne. (uwe)

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04.06.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Für die Benther Feuerwehr wird es eng

Einsatzkräften fehlen im Einsatzfall Stellplätze für ihre Autos / Stadt plant Sonderregelung

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Die Freiwillige Feuerwehr Benthe wünscht sich schon seit vielen Jahren ein neues Feuerwehrgerätehaus. Die beiden Einsatzfahrzeuge müssen jedes Mal mühsam in die Garageneinfahrten eingefädelt werden, um Schäden an Gebäude und Auto zu vermeiden. Nun haben die Einsatzkräfte dem Ortsrat und der Verwaltungsspitze zwei zusätzliche Platzprobleme auf der Straße vor dem Feuerwehrhaus verdeutlicht. Mit einer Sonderregelung will die Verwaltung zumindest dafür Abhilfe schaffen.

Rangieren kostet zu viel Zeit

Problem Nummer eins ist leicht behoben: Die Sperrfläche gegenüber der Garage ist schlicht zu kurz ausgefallen. Das dort abgestellte Fahrzeug stört deshalb den Wendekreis der ausfahrenden Einsatzfahrzeuge. „Noch schlimmer ist es, wenn wir einen Anhänger benutzen”, schildert Ortsbrandmeister Carsten Ebel. Das notwendige Rangieren koste im Einsatzfall kostbare Zeit. Viel Überzeugungsarbeit musste er bei Bürgermeisterin Stephanie Harms und Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler deshalb nicht leisten. Zehler sicherte zu, die Zickzacklinie so verlängern zu lassen, dass kein geparktes Auto mehr eine Einsatzfahrt behindern kann.

Bis zu 14 Stellplätze nötig

Viel mehr Zeit verlieren die Brandbekämpfer jedoch im Einsatzfall damit, sich selbst einen Parkplatz zu suchen. Ein neuer Gehweg, der auch entlang des Feuerwehrhauses verläuft, kostet in der engen Straße wertvolle Stellplätze. Dort, wo zuvor Parkraum für die Feuerwehr freigehalten wurde, würden die Autos jetzt die Route der Fußgänger blockieren.

Ebel und sein Stellvertreter Cord Behrens erklärten Politik und Verwaltung den Umfang des Problems. Auch beim Parkplatzsuchen gehen den Einsatzkräften wertvolle Minuten verloren. Bei weiter entlegenen Stellplätzen kämen die Feuerwehrleute zudem abgehetzt zum Einsatz. Bei voller Besetzung beider Fahrzeuge würden sogar bis zu 14 Stellplätze benötigt, gab Ebel an. Sechs bis sieben Parkflächen würden den wichtigsten Bedarf zunächst decken, zumal mit Anwohnern bereits Vereinbarungen getroffen worden sind, dass die Feuerwehr nicht benötigte Flächen auf Grundstücken nutzen darf.

Doch auch für den geringeren Bedarf ist in der Vogelsangstraße zu wenig Platz. Um die Einsatzzeiten in Notfällen nicht zu gefährden, ist Improvisationstalent gefordert. Entgegen der Straßenverkehrsordnung handeln wollen Ebel und seine Kollegen schließlich auch nicht – nicht einmal, wenn’s brennt. Letztlich ist auch der Feuerwehr die Notwendigkeit eines Fußweges für die Sicherheit der Fußgänger bewusst, und der Bürgersteig auf der anderen Straßenseite ist aufgrund einer ausufernden Baumwurzel vor allem für Rollatoren und Kinderwagen nicht passierbar.

Zehler erklärte, er könne sich eine Sonderregelung für die Einsatzkräfte auf der alten Stellfläche neben dem Feuerwehrhaus vorstellen. Die Parkplätze könnten markiert und/oder mit einem Schild als Sonderparkflächen ausgewiesen werden. Aus Reihen des Ortsrates kam zudem der Vorschlag, die störende Baumwurzel auf der anderen Straßenseite zu entfernen und den Gehweg herzurichten, sodass ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen eine Ausweichmöglichkeit bekämen. Die Probleme der Benther Kameraden wären damit gelindert, auch wenn sie viel lieber doch gleich ein neues Gerätehaus hätten. (Uwe Kranz)

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04.06.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

DRK unterstützt Jugendprojekt

Bauwagen wird nach den Ferien beworben

Nur einen Tag nach der Ortsratssitzung, in der Lisa Maack intensiv um Unterstützung bei der Organisation des Jugendbauwagen-Projektes geworben hat, konnte die Grünen-Politikerin einen Erfolg vermelden: „Das DRK der Ortsgruppe Benthe-Empelde wird gemeinsam mit dem Ortsrat die Werbeveranstaltung zum Jugendbauwagen nach den Sommerferien ausrichten”, teilte Maack mit. In der Veranstaltung sollen das Bauwagen-Projekt des Ortsrates innerhalb der Dorfbevölkerung bekannter gemacht und Freiwillige zur ehrenamtlichen Mithilfe motiviert werden. Das hatte der Ortsrat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen.

Das DRK organisiert laut Maack für die Veranstaltung nun eine Hüpfburg, Kinderschminken, eine Gokart-Bahn und Autos sowie Strom, kümmert sich um die Flyer und übernimmt dafür auch die anfallenden Kosten. Der Ortsrat sei dann „nur” noch für Essen und Trinken zuständig, stellte sie erfreut fest. Der Termin für die Werbeveranstaltung muss allerdingsnochfestgelegt werden. (uwe)

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29.05.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Ausflugslokal Waldwinkel öffnet wieder

Betrieb startet am Himmelfahrtstag

Der Dornröschenschlaf im Benther Waldwinkel geht dem Ende entgegen. Nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauphasen im Innen- und Außenbereich öffnet das beliebte Ausflugslokal am Benther Berg unter der Regie von Cara Cahusac seine Pforten wieder. Die neue Wirtin des Waldgasthauses an der Salinenstraße im Dreieck zwischen Benthe, Empelde und Badenstedt veranstaltet am Himmelfahrtstag ein „Baustellen-Making-of” mit Wurst und Getränken.

Das Ausflugslokal ist am morgigen Donnerstag von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Danach wartet der Waldwinkel immer freitags und sonnabends von 14 bis 21.30 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18.30 Uhr und feiertags von 14 bis 20 Uhr auf zahlreiche Besucher. Eine offizielle Eröffnungsparty soll es dann im Juli geben, kündigte Cahusac an. Die Wirtin hatte zuvor das beliebte Caras Art und Weise Café in Empelde betrieben. (hr)

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25.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Ein Garten für heimische Insekten

Besucher erhalten bei Führung vom Ehepaar Schmersow in Benthe Tipps für den Erhalt der Natur

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Kleine Schottersteinchen, wild gewachsener Rasen und geschützte Einfluglöcher im Boden für Wildbienen: Ulrich Schmersow und seine Frau Sabine Bahnemann-Schmersow setzen in ihrem Garten in Benthe auf eine natürliche Entwicklung der Lebenswelt von heimischen Pflanzen und Insekten. Anstatt künstliche Hochbeete anzulegen, vertrauen sie auf die Kräfte der Natur und leisten ihr nur in wenigen Ausnahmefällen gezielt Entwicklungshilfe. Wie das funktioniert, haben sich jetzt rund 15 Besucher bei einer Führung durch den rund 400 Quadratmeter großen Naturgarten des Ehepaares angesehen.

„Ich möchte künftig in meinem Garten auch möglichst viel stehen lassen und viel weniger in die Natur eingreifen”, begründete Merret Gleimann aus Benthe ihr Interesse. Auch viele andere Teilnehmer waren gekommen, um sich bei den Besitzern des preisgekrönten Gartens Tipps zu holen. Großes Interesse weckte vor allem die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, heimische Wildbienenarten in den eigenen Garten zu locken.

Schmersow hatte jede Menge Antworten parat. Der Grünen-Regionsabgeordnete ist gelernter Staudengärtner, Landschaftsökologe, Botaniker und für die Stadt Hannover im Bereich Umweltschutz tätig. Um Wildbienen Nisthilfen zu bieten, hat er nicht nur eine Wand aus gelöcherten Holzstämmen und Ziegelsteinen vor seinen Garagen errichtet. Die Einflugschneisen von Wildbienen hat er zudem auf seiner Rasenfläche mit kleinen Holzpfählen markiert. „Damit keine Besucher die kleinen Vulkane zutrampeln und so die Insekten töten”, erläuterte Schmersow und bat die Besucher um Vorsicht. Er betonte: „Unser Garten spaltet die Geister, weil viele Menschen auf ordentlich gepflegte Flächen setzen und nicht auf das vertrauen, was wächst.”

Seine Frau Sabine Bahnemann-Schmersow räumte auch unumwunden Folgen der natürlichen Entwicklung heimischer Insekten- und Pflanzenarten ein. Auf dem durch die Umweltverschmutzung in Benthe mit Stickstoff überversorgten Böden sei zum Beispiel auch die Brennnessel sehr verbreitet. „Wir würdigen sie aber als Stickstoffanzeiger und Schmetterlingsnahrung”, sagte die Biologielehrerin und Hobbygärtnerin.

Aber sie gestand auch einen bewussten Eingriff in die Natur: „Wir entfernen das Laub aus unserem kleinen Gartenteich, weil das Gewässer sonst zu nährstoffreich werden und umkippen würde”, sagte Bahnemann-Schmersow. Denn das gefährde die Lurche und einen Frosch im Teich. „Diese Artenvielfalt wollen wir aber nicht verlieren”, begründete sie den Ausnahmefall. Bewusst sei auch der Anteil des Gemüseanbaus klein gehalten. „Die Natur soll sich möglichst viel selbst ordnen”, sagt Bahnemann-Schmersow.

Rund eineinhalb Stunden lang informierte das Ehepaar die Besucher über seine spezielle Art, den Garten zu großen Teilen der Natur zu überlassen. Die Neuauflage der regelmäßigen Führungen in dem Benther Naturgarten hatte die örtliche Kirchengemeinde initiiert. „Weil das Areal durch die natürliche Entwicklung in besonderem Maße Teil der Schöpfung ist”, verriet Schmersow den Hintergrund der Aktion. (Ingo Rodriguez)

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24.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Kinder säen Blumen am Jugendbauwagen

Saat-Aktion in den Ferien soll unter anderem den Bienen helfen

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Säen, gießen und dann warten – am Jugendbauwagen am Benther Festplatz haben Kinder am Gründonnerstag gelernt, wie man in seinem eigenen Garten für viele blühende Blumen sorgen kann. Bauwagen-Organisatorin Lisa Maack erklärte ihnen zudem, warum Bienen so wichtig sind. Die Aktion war Teil des Osterferienprogramms, das rund um die Jugendeinrichtung angeboten wurde.

Draußen summt und brummt es zurzeit wieder. Damit das auch in den nächsten Jahren so bleibt, haben die Kinder am Jugendbauwagen viele bienenfreundliche Blumen ausgesät. Denn Bienen sorgen nicht nur für Honig, sondern bestäuben auch Obst- und Gemüsepflanzen, erklärte Maack den Kindern. „Durch den Klimawandel, zu viele Städte und auch Pestizide gibt es immer weniger Bienen”, sagte Maack. Doch was kann man dagegen tun? „Mehr Blumen pflanzen!”, wissen die Kinder nach der Aktion am Bauwagen.

Und sie machten sich gleich ans Werk. Ein Unternehmen hatte entsprechendes Saatgut gespendet. Doch bevor es an die Aussaat ging, nahmen die Mädchen und Jungen die Samen ganz genau unter die Lupe. Sie lernten nicht nur, dass diese je nach Art ganz verschieden aussehen, sondern auch, dass manche Blumen unter der Erde sprießen und andere dafür Sonnenlicht brauchen.

Tamara (9) säte die „Schmuckkörbchen”-Blumenmischung, die Blumen-Zusammenstellung von Janna (11) nannte sich „Zauberteppich”. Die beiden Mädchen verteilten die Samen auf der Erde, anschließend ging es ans Gießen. Die Geschwister Michel (10) und Molli (7) mussten für ihre Sonnenblumen kleine Löcher buddeln, da die es lieber dunkel mögen. Auch der vierjährige Bennet packte mit an und säte fleißig Ringelblumen aus.

Zum Schluss durften die Kinder noch Saatgut mit nach Hause nehmen, darunter Kapuzinerkresse, Kornblumen und verschiedene Bienenmischungen. Michel hatte auch schon einen Plan dafür: Er möchte damit eine freie Fläche im eigenen Garten in eine kleine Blumenwiese verwandeln, erzählte er. Die Bienen werden sich freuen. (Elena Everding)

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17.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Die Bente-Orgel kehrt zurück nach Benthe

Instrument klingt nach Wartung und Instandsetzung wie neu / Offizielle Präsentation an Karfreitag und Ostersonntag

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Dieses Urteil stammt aus berufenem Munde – und es ist unmissverständlich: „Das ist ein grandioser Klang”, sagt Wolfgang Westphal. Der Orgelsachverständige der evangelischen Landeskirche ist extra in die kleine Benther Kirche gekommen, um sich bei der offiziellen Inbetriebnahme der frisch renovierten Orgel von der erfolgreichen Arbeit des Orgelbaumeisters Jörg Bente aus Suthfeld-Helsinghausen im Landkreis Schaumburg persönlich zu überzeugen. Um den neuen Klang zu testen, zieht Westphal dann buchstäblich alle Register. „Das ist erstklassige Arbeit”, sagt er und schlägt noch einmal einige Töne an – sehr zur Freude von Pastor Martin Funke und der Vorsitzenden des Kirchenvorstands, Sabine Grune. „Es ist kein schräger Ton mehr zu hören. Die Töne bleiben auch nicht mehr hängen”, sagt Funke.

Wartung kostet 20 000 Euro

Genau diese Probleme waren an dem Instrument vor etwa zwei Jahren zunehmend aufgetreten. „Das ist normal bei einer Kirchenorgel, weil nach etwa 20 bis 25 Jahren die Pfeifen verstaubt sind”, sagt Westphal. Er ist immer noch amüsiert über die kuriose Namensbeziehung des Orgelbauers zum Standort. „Der Baumeister Bente hat 1995 seine allererste Orgel ausgerechnet im Dorf Benthe gebaut”, berichtet der Sachverständige. Als Vertreter der Landeskirche muss er sich von der Funktionstüchtigkeit des gewarteten Instruments überzeugen. Immerhin hat die Landeskirche 30 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 20 000 Euro übernommen. „Den Rest haben wir über Spendenaktionen wie Pfeifenpatenschaften und eine Konzertreihe finanziert”, sagt Grune.

Zurückhaltend gibt sich bei der klangvollen Orgelrückkehr ausgerechnet der Bente-Mitarbeiter Uwe Behrens. Auch dem Sachverständigen fällt das auf. „Dabei ist er ein echter Künstler: Er hat die Pfeifen nach der Reinigung nicht nur neu gestimmt, sondern ihnen ganz neues Leben eingehaucht”, sagt Westphal. Die Orgel sei Anfang März bis auf das Gehäuse abgebaut worden. Dann gibt Behrens einen kurzen Überblick über die erledigten Arbeiten. „Alle rund 400 Pfeifen wurden gereinigt und wegen möglichen Schimmelbefalles mit Heißdampf behandelt”, sagt der Intonateur. Dass Tasten vor der Wartung mehrfach hängen geblieben seien, habe eine Oxidationsschicht an den Dichtungen aus Blei verursacht. Diese seien nun gegen neue Pulpeten aus Silber und Edelstahl ausgetauscht worden. Für den Sachverständigen sind auch diese Beschreibungen klangvoll: „Orgelbau ist ein Kunsthandwerk und wurde nicht ohne Grund kürzlich zum Weltkulturerbe erklärt”, sagt Westphal. Die Firma Bente zähle unter den rund 400 Fachbetrieben in Deutschland zu den besten Anbietern.

Davon überzeugen können sich die Mitglieder der Benther Kirchengemeinde schon an den Osterfeiertagen. Bei den Gottesdiensten am Karfreitag um 11 Uhr sowie am Ostersonntag um 6 Uhr wird der neue Orgelklang im Gotteshaus an der Straße Am Steinweg offiziell der Gemeinde präsentiert. „Ohne die vielen Spender wäre die Instandsetzung gar nicht möglich gewesen”, sagt Grune. (Ingo Rodriguez)

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16.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Der Baum steht im Mittelpunkt

Spaß an der kreativen Fotografie: Kurs der Volkshochschule zeigt Aufnahmen in Benther Café

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Mehrere Aufnahmen des Fototreffs Seelze sind im Café Benthe. Mitte zu sehen. Die 14 Teilnehmer des Fototreffs „Kreative digitale Fotografie” der Volkshochschule (VHS) Calenberger Land zeigen ihre Arbeiten zum Thema Baum bis zum Jahresende. Die leidenschaftlichen Amateurfotografen planen zwischendurch immer mal wieder eine Aktualisierung der ausgestellten Werke. Dozentin Anne Marquard leitet den Fototreff Kreative Fotografie, der gestalterische und technische Tipps vermittelt und in dessen Rahmen die Exponate entstanden sind.

Mit großem Erfolg, wie die beeindruckenden Abbildungen zeigen. Im Benther Kulturreff bietet sich das Thema förmlich an, denn mitten im Café steht ein Baum. Das Gebäude wurde vor einigen Jahren sozusagen rund um diesen Baum herum gebaut.

Der Fototreff unter Leitung von Anne Marquard läuft bereits seit dem Jahr 2009. „Wir treffen uns zehnmal im Jahr und erarbeiten ein bestimmtes Thema”, sagt Andreas Wilkening. Die Teilnehmer zwischen 40 und 60 Jahren kommen aus Bad Nenndorf, Seelze, Letter und Ronnenberg. „Wir haben einfach Spaß an der kreativen Fotografie und experimentieren auch sehr gerne”, fügt Wilkening hinzu. Vor allem der nette, harmonische Umgang miteinander zeichne die Gruppe aus.

Nicht aggressive Kritik, sondern gegenseitige Anregungen stehen im Mittelpunkt. Und Kursleiterin Marquard bringt es auf den Punkt: „Wir sind versierte, engagierte Fotografen mit einer Menge Spaß, die Welt aus der Sicht des Fotografen zu betrachten.” Die Gruppe tausche sich über die Fotos aus und bespreche, wie man die Motive vielleicht noch besser fotografieren könnte. „Es geht nicht darum, künstlerisch oder technisch perfekt zu fotografieren. Aber natürlich haben wir schon einen gewissen Anspruch an unsere Bilder”, meint der Ronnenberger Robert Plattner.

Die Aufnahmen von Bäumen passen perfekt in das gemütlich eingerichtete Café. Jedes einzelne der Bilder lädt zum Verweilen und längeren Betrachten ein.

Bäume beflügeln seit jeher die Fantasie der Menschen und sind immer wieder ein sehr beliebtes Fotomotiv. Je nach Jahreszeit erhält der Fotograf ganz unterschiedliche Impressionen. Und auch in der Benther Ausstellung ist eine ganze Bandbreite von Motiven zu sehen – von frischen Grüntönen im Frühjahr über sattes Grün im Sommer zur Laubfärbung im Herbst bis hin zu minimalistischen Kunstwerken im Winter.

„Wie stimmungsvoll die in Szene gesetzten Bäume wirken, wird maßgeblich vom einfallenden Licht bestimmt”, verrät ein Kursteilnehmer. So garantierten die frühen Morgen- und Abendstunden atemraubende Aufnahmen, wenn die tiefstehende Sonne in die Landschaft eintaucht. (Heidi Rabenhorst)

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16.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 3

Claudia Köhler ist Schützenkönigin

Das traditionelle Königsschießen der Schützengesellschaft Benthe wurde von allen Teilnehmenden mit Freude und Spannung erwartet. Am Ende gab Schießwart Andreas Plumhoff die Ergebnisse bekannt. Neue Schützenkönigin wurde Claudia Köhler mit einem Teiler von 51,1, ihr folgte als 1. Ritter Andreas Köhler mit einem Teiler von 61,3 und als 2. Prinzessin Simone Weigand mit 70,5. Jugendkönig wurde Levin Rosentreter, der auch mit 23,9 den besten Teiler schoß. Die Benther SG freut sich sehr, nach vielen Jahren wieder einen Jugendkönig zu haben. Außerdem wurden zwei Pokale vergeben: Der Auerhahn ging an Andreas Köhler, Heinz Volker bekam den Hirsch.

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09.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Das schwarze Loch kommt am besten an

Schüler beschäftigen sich eine Woche lang mit dem Weltraum und stellen die Ergebnisse aus

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„Guck mal, Opa das ist meins”, ruft Julia und zeigt auf ihr selbst gebasteltes Sonnensystem. Die Neunjährige erhält dafür von ihren beiden Großvätern Heiko Fricke und Jörg Lenuweit ein dickes Lob. Und auch Papa Christoph freut sich. „Die Ergebnisse der Projektwoche sind einfach super.” Die Erst- und Zweitklässlern der Grundschule in Benthe hatten sich eine Woche lang mit dem spannenden Thema Weltraum beschäftigt. Am Freitagnachmittag haben sie ihre Ergebnisse präsentiert.

Eröffnet wurde der letzte Projekttag mit Musik. Die Schüler sangen das Lied „Die kleine Maus auf Weltraumreise”. Anschließend hoben die Schüler der dritten und vierten Klasse mit Neue-Deutsche-Welle-Klassiker „Major Tom” ab.

Überall galaktische Werke

Stolz führten die Mädchen und Jungen der Grundschule Benthe ihre Eltern und Großeltern durch die Klassenräume. Wände, Tische, Bänke und auch die Flure des Gebäudes waren über und über voll mit galaktischen Werken, die die Kinder geschaffen hatten. Höhepunkt der Weltraum-Projektwoche war für die Grundschüler der Besuch des Planetariums in Wolfsburg. „Auch wenn die Fahrt wirklich sehr lange gedauert hat, war es sehr schön”, erzählt die sechsjährige Lisann. Am besten hatten ihr der Sternenhimmel, das schwarze Loch und der Polarstern gefallen.

„Jedes Kind hatte während der Projektzeit klassenübergreifend die Möglichkeit, sich für eins von sechs Themen zu entscheiden”, erzählt Lehrerin Katharina Giese. Zur Auswahl standen „Eine Reise ins Weltall”, „Im Reich der Planeten”, „Sternenreise”, „Wesen von anderen Planeten”, „Galaxie der Spiele” und „(M)ein Weltall”.

Auch die Lehrerinnen brachten viele kreative Ideen mit ein. So kreierte Giese mit ihrer Gruppe lustige Wesen von anderen Planeten wie grüne Marsmännchen und andere Aliens. Auch sie freute sich über die vielen Möglichkeiten, die die Projektwoche zu bieten hatte. „Es war wieder eine rundum gelungene Woche, in der die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten.”

Ideenvielfalt zeigte sich auch beim Anblick der vielen selbst gebastelten kleinen Kunstwerke wie das eigene Sternbild, pfiffige Würfelspiele und farbenfrohe Gemälde vom Sternenhimmel. Viel Mühe hatten sich auch die Eltern beim Büfett gegeben. So wurden unter anderem Ufos, Raketenspieße und Weltraumraketen angeboten. (Heidi Rabenhorst)

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05.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 9

Pianistin will kreuz und quer die Seelen berühren

Sensibel und ausdrucksstark: Der Verein Kulturladen lädt morgen Abend zu einem Klavierkonzert mit Kira Leona im Café benthe.mitte ein

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Ihr Anspruch ist es, Musik zu spielen, bei der jeder mitempfinden kann. „Kein schweres Spezialistenprogramm – meine Klaviermusik soll Charme haben, der Seelen berührt”, sagt Pianistin Kira Leona. Ihr hoher Anspruch ist nicht nur gut begründet, sondern auch nachweislich ein Qualitätsmerkmal: Schließlich ist Leona an der Universität Hildesheim Dozentin für Klavier und Harmonielehre und durch ihr besonders sensibles und ausdrucksstarkes Spiel längst weit über die Grenzen der Region Hannover bekannt. Von ihrer gefühlvollen Art, die Töne anzuschlagen, können sich am Sonnabend, 6. April, Besucher im Café benthe.mitte überzeugen. Der Verein Kulturladen Benthe hat die Pianistin für ein sogenanntes Crossover-Klavierkonzert engagiert. Ab 20 Uhr will sie an ihrem hochklassigen Stage-Piano musikalische Kostbarkeiten aus Rock und Pop darbieten – kreuz und quer durch unterschiedliche Epochen und Stile.

Verschiedene Stile und Zeiten

Die Zuhörer erwartet nach Angaben des Veranstalters „eine Melange aus den unterschiedlichsten Dekaden der Musik – in Perfektion vorgetragen und launig moderiert von der Künstlerin selbst”, sagt Silvia Ventz-Heemann, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Kulturladen Benthe. Auf dem Programm stehen unter anderem Filmmusiken aus den weltbekannten Kinoreihen „Star Wars” und „Piraten der Karibik”, improvisatorische Rockballaden von Giovanni Allevi und romantische Klassik mit einer Ballade von Frédéric Chopin. Die Künstlerin wird aber auch Eigenkompositionen mit Blues-, Jazz- und Soul-Charakter vortragen. (Ingo Rodriguez)

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03.04.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Viele bunte Blumen auf Verkehrsinsel

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Den Autofahrern blüht wieder einiges, wenn sie sich auf den Weg nach Benthe machen. Obwohl sich das Benther Seniorenteam schon vor einigen Wochen für aufgelöst erklärt hat, sind die älteren Bürger des Stadtteils dennoch immer aktiv dabei, das Ortsbild aufzuhübschen. Seit vielen Jahren gehört dazu die Bepflanzung der Verkehrsinsel an der Bundesstraße 65. Auch in der aktuellen Saison haben sich wieder einige freiwillige Helfer eingefunden, um für Benthe den Frühling einzuläuten. Dank einer umfassenden Pflanzenspende der Gärtnerei Julia Behre hatten Gerhard Felchner, Astrid und Gerd Moltzen sowie Werner Windt genügend Blühmaterial parat, um die Insel frühlingsgerecht zu verschönern. Jetzt hoffen die Helfer nur noch auf die Einsicht der Autofahrer, die an der Ampel anhalten müssen. Denn leider kommt es immer wieder dazu, dass diesen offenbar aus Langeweile Zigarettenkippen oder sogar großkalibriger Müll aus dem Fenster fallen. Mit ein bisschen Sorgfalt sollte sich das aber verhindern lassen, sodass die Blumen möglichst lange in allen erdenklichen Farben leuchten können. (uwe)

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29.01.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Wirtin will Waldwinkel wieder eröffnen

Cara Cahusac schließt ihr Café Art und Weise in Empelde am 9. Februar und beginnt in Benthe neu

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Nach zweieinhalb Jahren als Inhaberin des Cafés Cara’s Art und Weise zieht Sharon Elizabeth Cara Cahusac von Empelde auf den Benther Berg um. Das Café an der Straße Am Rathaus schließt sie am 9. Februar. Ihre neue Aufgabe und ihr neues Zuhause ist das Waldgasthaus Waldwinkel an der Salinenstraße in Benthe. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner wird sie ab nächster Woche dort auch wohnen.

Nachdem die neue Eigentümerin des Waldwinkels das Gasthaus in den vergangenen Monaten aufwendig renoviert hat, ist Cahusac als Pächterin eingestiegen. „Nach einer kleinen Winterpause und Einrichtungsphase geht es im Frühjahr hier richtig los”,kündigt die studierte Textildesignerin an.

Cahusac will den Waldwinkel vor den Toren der Landeshauptstadt zu einem beliebten Ausflugslokal für die ganze Region Hannover machen – zu einem Ort der Entspannung im Wald „mit Ruhe, Genuss, Freude und Begegnungen”. Anfangs soll es nur eine kleine und übersichtliche Speisekarte geben, die aber die Wünsche der Gäste berücksichtigen soll. Die Frage vieler Stammgäste, ob es auch weiterhin selbst gebackenen Kuchen geben werde, beantwortet sie mit einem klaren Ja. „Auf jeden Fall, ich nehme meine Mühle und meinen Backofen mit”, sagt sie.

Für den Hunger nach einem ausgiebigen Spaziergang wird es Gegrilltes mit frisch zubereiteten Beilagen geben. Auch das beliebte Sonntagsfrühstücksbüfett mit selbst gebackenen Brötchen und Broten soll es ebenfalls weiterhin geben. „Es ist alles frisch und selbst gemacht”, verspricht Cahusac.

Wenn die künftige Pächterin vom Außengelände spricht, beginnen ihre Augen noch mehr zu leuchten. „Es ist ein so idyllischer Ort, der so viele Möglichkeiten bietet: Tischtennis, Federball, Picknickdecken, Ecken zum Chillen, Waldspaziergänge – alles ist möglich.” Für die große Kuhle hinter ihrem Café wünscht sie sich eine riesige Hängematte, die von einer Seite bis zur anderen reicht. Zudem möchte sie verschiedene Schaukeln aufstellen.

Zur Eröffnung im Frühjahr wird wohl noch nicht alles fertig sein. „Es soll über die Jahre wachsen, immer schöner werden, und es wird sich verändern”, sagt die in Nairobi geborene Britin.

Für den Winter plant Cahusac kleine Veranstaltungen mit Essen am Kamin und kulturellen Leckerbissen sowie für Gruppen Spaziergänge im Wald. Der Regelbetrieb ist zunächst von Frühling bis Herbst geplant. „Wir werden lokale Lieferanten ins Boot holen und freuen uns sehr auf gegenseitige Unterstützung”, kündigt sie an.

In Melanie Schulze, der Betreiberin des Cafés benthe.mitte, sieht Cahusac keine Konkurrentin. „Wir sollten füreinander da sein und uns gegenseitig unterstützen. Ich freue mich auf eine gute, harmonische gastronomische Nachbarschaft, die von einem Miteinander und nicht von Gegeneinander geprägt ist”, betont die 51-Jährige. (Heidi Rabenhorst)

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29.01.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Der Waldwinkel im Laufe der Jahre

Gebaut wird das Waldgasthaus um 1925. Die Familie Hoppe aus Benthe nutzt es zunächst als Sommerhaus. Zu einem späteren Zeitpunkt übernimmt Fritz Hagemann als Pächter das Lokal und betreibt es unter dem Namen Hoppenruh. 1963 gibt es einen Eigentümerwechsel für das gesamte Grundstück, auf dem auch das Waldgasthaus steht. Etwa 1964 pachtet dann A. Hickel die Gaststätte und betreibt sie unter dem Namen Waldwinkel. Rund 17 Jahre später, 1981, übernehmen Gerd und Marlies Jünge das Lokal und führen es unter dem Namen Waldwinkel weiter. Auch als Gerd Jünge seine zweite Frau Jutta Jünge heiratet, bleibt er Wirt des Gasthauses. Im September 2016 stirbt Gerd Jünge, und seine Frau Jutta betreibt das Waldgasthaus allein weiter. Im Juni 2017 wechselt der Eigentümer der gesamten Liegenschaft erneut.

Im September beschädigt ein Sturm die Gaststättengebäude stark. Im Oktober endet der Pachtvertrag. Von November 2017 bis Januar 2019 finden auf dem Gelände umfangreiche Aufräumund Entmüllungsarbeiten statt. Zudem werden Infrastruktur, Gebäude und Freigelände umfassend saniert und damit die Verkehrssicherheit wieder hergestellt. Im Februar 2019 wird Sharon Elizabeth Cara Cahusac das Waldgasthaus als Pächterin übernehmen. Im Frühjahr soll es eröffnet werden. (uwe)

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22.01.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Wenn die Fantasie freien Raum bekommt

Erzählerin Hannelore Hübner erklärt im Café benthe.mitte, wie die Märchen in die Welt gekommen sind

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Mit dem Besuch einer Märchenerzählerin im Café benthe.mitte hat der Kulturladen Benthe sein Programm fortgesetzt. Hannelore Hübner drehte dabei malerisch den Schlüssel im Schloss herum, das die Tür in die Welt der Märchen öffnet. Die Kinder – viele waren mit Eltern oder Großeltern gekommen – erfuhren gleich zu Beginn, wie die Märchen überhaupt in die Welt gekommen sind. Natürlich spielte in dieser Geschichte ein König eine wichtige Rolle, der sie hütete wie einen wertvollen Schatz. Durch einen neugierigen Kammerdiener verbreiteten sie sich aber in aller Welt und wurden aufgeschrieben, sodass sie heute für alle zugänglich sind und noch immer gern gelesen werden.

Obwohl die dann folgenden Mächen wohlbekannt waren, hörten alle großen und kleinen Besucher gebannt zu. Das Erzählen, die ausdrucksstarke Mimik und Gestik Hübners ließen der Fantasie der Kinder und Erwachsenen freien Raum und machten Zuhörern und Erzählerin gleichermaßen Freude. „Das berührt die Seele”, war aus dem Zuschauerkreis zu hören – und: „Das nächste Mal könnte man auch ohne Kinder kommen.” Viele äußerten die Hoffnung auf eine Wiederholung.

In der Pause gab es zur Stärkung Getränke und bunte Muffins. Die Mitarbeiterinnen der Bücherei Benthe hatten zudem Bücher vorbereitet, in denen Neugierige blättern konnten. Kinder standen für ein liebevoll gestaltetes Tattoo geduldig an.

Erwachsene erhalten schon bald Gelegenheit, sich in eine Welt entführen zu lassen, in der sich alles um Sehnsucht und Liebe dreht: Der Kulturladen Benthe lädt für Sonnabend, 9. März, um 20 Uhr ein, wenn mit Susanne Theis eine weitere Märchenerzählerin Humorvolles und Tragisches vortragen will. (Uwe Kranz)

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21.01.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Ortswehr Benthe blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

Ortsbrandmeister erinnert an Feier zum 115. Bestehen der Feuerwehr / Einsatzkräfte rücken 2018 zu 30 Einsätzen aus

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Die Freiwillige Feuerwehr Benthe blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. In der Jahreshauptversammlung erinnerte Ortsbrandmeister Carsten Ebel an das Scheunenfest zum 115-jährigen Bestehen sowie die vergangenen Einsätze, Übungsdienste und Lehrgänge.

Die Ortswehr Benthe war im vergangenen Jahr zu 30 Einsätzen gerufen worden, darunter 24 technische Hilfeleistungen, drei Brandeinsätze, eine Alarmübung sowie zwei Fehlalarme. Bürgermeisterin Stephanie Harms bedankte sich bei der Feuerwehr für ihre ständige Einsatzbereitschaft und die selbstlose Hilfe. „Einsatzkräfte erleben Augenblicke, die sich einige Menschen gar nicht vorstellen können”, merkte Harms an.

Die Feuerwehr Benthe hat zurzeit 198 Mitglieder, von denen 19 im aktiven Dienst sind und 170 die Ortswehr fördern. Die Mitgliederzahl in der Kinder- und Jugendfeuerwehr ist gesunken. Im Jahr 2017 waren noch fünf Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren in der Kinderfeuerwehr aktiv. Inzwischen sind nur noch ein Mädchen und ein Junge dabei.

In die Jugendfeuerwehr treten Kinder ab zehn Jahren ein, dort waren im Jahr 2017 noch elf Schüler aktiv. Im Jahr 2018 nahmen nur noch sieben Mädchen und Jungen an den regelmäßigen Treffen teil. Die Kassenwartin Helga Hülsemann vermutete, dass die Sommerferien für den Rückgang verantwortlich sind. „In der Zeit probieren die Kinder neue Sachen aus und verlassen unsere Gruppe dann leider wieder”, sagte Hülsemann. Michael Schönwald kann nicht nachvollziehen, dass jemand die Feuerwehr wieder verlässt. Er engagiert sich seit 40 Jahren im aktiven Dienst. In der Hauptversammlung wurde er von Stadtbrandmeister Gunnar Scheele und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Hartmut Wissel für diese langjährige Treue geehrt. Zudem wurden Cord Behrens zum Ersten Hauptlöschmeister und Carsten Ebel zum Brandmeister befördert.

Über die Übungsdienste, die alle zwei Wochen stattfinden und bei denen das allgemeine Löschwesen, Rettung und Selbstrettung sowie das Sichern und Ausleuchten von Einsatzstellen trainiert wird, hinaus erinnerte Ebel besonders an eine Übungseinheit: In einem leer stehenden Gebäude an der Löwenberger Straße in Ronnenberg, das kurz vor dem Abriss stand, übten die Einsatzkräfte den Umgang mit leichtem und schwerem Brechwerkzeug. „Diese Übungseinheiten sind immer sehr wertvoll für die Feuerwehrkräfte”, betonte der Ortsbrandmeister. (Ann Kathrin Wucherpfennig)

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19.01.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Dorfladen soll zum Erfolg werden

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Detlef Hüper, Ortsbürgermeister Benthe: „Ich wünsche mir an erster Stelle, dass der Betrieb in unserem neuen Dorfladen weiterhin so gut läuft wie bisher”, sagt Hüper. Zwar gebe es seit der Eröffnung im vergangenen August keinen Grund zur Sorge: Das Café mit dem einprägsamen Namen benthe.mitte werde sehr gut angenommen. „Aber bislang sind auch die Vorgängermodelle nach längerer Zeit aus wirtschaftlichen Gründen irgendwann gescheitert”, gibt Hüper zu bedenken. Um das zu vermeiden, ruft er alle Bürger auf, den Dorfladen und seine Angebote zu nutzen – und auch Veranstaltungen des Vereines Kulturladen zu besuchen. Hüper wünscht sich außerdem, dass die bereits seit einem Dreivierteljahr laufenden Kanalarbeiten in Richtung Sportplatz und Hotel bald beendet werden. „Dann wird anschließend hoffentlich auch schnell wieder die Straßendecke instand gesetzt”, sagt der Ortsbürgermeister. Was die Angebote im Bereich Verkehr angeht, ist Hüper vor allem im Hinblick auf die neue barrierefreie Bushaltestelle zuversichtlich: „Das wird dem öffentlichen Personennahverkehr in Benthe einen Schub geben.”

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18.01.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Neues Grünkonzept erhält Lob und Kritik

Am Regenrückhaltebecken ist Fortschritt der Arbeiten sichtbar / Zwei Anwohner sind besorgt

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Die Arbeiten zur Umgestaltung des Areals rund um das Regenrückhaltebecken an der Straße Am Wallteich in Benthe gehen zügig voran. Ortsbürgermeister Detlef Hüper hat den sichtbaren Fortschritt in der Ortsratssitzung gelobt. „Das sieht schon gut und schön kahl aus”, sagte Hüper. Positiv äußerten sich auch Besucher der Sitzung. Man könne endlich wieder seine Nachbarn sehen, sagte eine Anwohnerin.

Seit einer Woche werden rund um das Rückhaltebecken Bäume gefällt und ein Teil des Unterholzes gerodet. Die Stadtverwaltung setzt dort ein kürzlich vom Ortsrat beschlossenes Grünkonzept um. Unter anderem sollen drei Pappeln und zwei Ahornbäume gefällt werden. Eine weitere Pappel soll gekürzt werden. Die Arbeiten sind laut Stadt notwendig, um für den Teich die Funktion als Regenwasserrückhaltung zu gewährleisten. Geplant ist auch, die Uferbereiche wieder mit anderem Grün neu zu bepflanzen und das Becken zu entschlammen.

Mit dem neuen Konzept sind aber nicht alle Anwohner einverstanden. Denn: Sieben Pappeln sollen auch erhalten bleiben. Ein Ehepaar befürchtet, dass eine davon bei einem Sturm auf ihr Haus stürzen könnte. Die beiden Anlieger forderten in der Ortsratssitzung, dass der Baum ebenfalls gefällt oder gekürzt wird. Dabei wird diese Pappel von Gutachtern als standsicher und erhaltenswert eingestuft. Das wurde in der Sitzung seitens der Stadt und des Ortsrates auch noch einmal versichert. „Wir sollten uns auf die Expertise verlassen”, sagte Henning Bitter (CDU) und verwies auf das mit viel Beratungsaufwand beschlossene Konzept.

Trotzdem wollen Vertreter der Stadt noch einmal mit dem Ehepaar über das Problem sprechen. Über die Pappeln am Rückhaltebecken wird in Benthe seit Jahren diskutiert – auch weil die watteartigen Blütenstände im Frühjahr wie Schnee die Grundstücke der Anwohner bedecken. (Ingo Rodriguez)

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17.01.2019, Calenberger Zeitung, S. 2

Energetische Sanierung soll auch Lärm mindern

Anwohner klagen über zu große Lautstärke / Glasfassade der Sporthalle soll deshalb schon 2019 erneuert werden

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Deutliches Votum im Sinne lärmgeplagter Anwohner: Der Ortsrat Benthe hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, die geplante Sanierung der gläsernen Sporthallenfassade schon für dieses Jahr in Auftrag zu geben – und nicht wie im Haushaltsplan vorgesehen erst 2020. Von der frühzeitigen energetischen Sanierung der Glasfassade verspricht sich das Gremium auch eine Reduzierung des Lärmpegels rund um die Halle.

„Schon länger gibt es dort Beschwerden von Anwohnern wegen der Lautstärke bei Sportveranstaltungen. Vor allem montags wird regelmäßig die Polizei wegen Lärmbelästigung gerufen”, berichtete Ortsratsmitglied Gerald Müller (CDU). Die CDU hatte aus diesem Grund bei den Beratungen über den Haushaltsplan beantragt, einen für die Sanierung vorgesehenen Betrag in Höhe von 50 000 Euro schon für dieses Jahr bereitzustellen und zusätzlich eine Bezuschussung über ein Förderprogramm für Sportstättensanierungen des Landes zu beantragen.

Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms zeigte sich angesichts des deutlichen Votums erleichtert. Die Sanierung der Fassade sei wegen der Personalprobleme in der Stadtverwaltung auf das nächste Jahr verschoben worden. Zudem sei zum Zeitpunkt der Haushaltsplanung die mögliche Bezuschussung über das neue Förderprogramm noch nicht bekannt gewesen. Harms konnte die Beschwerden lärmgeplagter Anwohner bestätigen: Seit mehr als einem Jahr habe es deshalb dort Treffen mit Anwohnern, der Polizei und Vertretern des VSV Benthe gegeben. Ortsratsmitglied Müller sei zu dieser Zeit vorübergehend kommissarisch erster Vorsitzender des Vereins und Ansprechpartner in dieser Angelegenheit gewesen. Vor allem montags gehe demnach in der Halle vom Training einer Fitnessgruppe Lärm aus, sagte Harms.

Die Stadt hatte daraufhin bei der zuständigen Immissionsschutzbehörde der Region eine Messung veranlasst. Während eines Trainings sei jedoch unter realen Bedingungen keine Überschreitung des erlaubten Lärmpegels registriert worden. Nur aufgrund der zulässigen Werte und wegen der Personalprobleme sei die Sanierung auf 2020 verschoben worden, beteuerte Harms. „Wenn der Rat der Empfehlung des Ortsrats folgt, könnte die frühzeitige energetische Dämmung auch schneller das Lärmproblem beheben.” (Ingo Rodriguez)

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